Waffen-WikiWaffenParabellum P06 (Luger)

Parabellum P06 (Luger)

Ordonnanzwaffe

Parabellum P06 — Die ikonische Kniehebelpistole

Die Parabellum-Pistole (bekannt als "Luger") war von 1906 bis 1949 die Ordonnanzpistole der Schweizer Armee. Sie wurde von Georg Luger auf Basis der Borchardt C-93 entwickelt und ist eine der bekanntesten Handfeuerwaffen der Geschichte. Die Schweizer Armee war 1900 der erste militärische Abnehmer weltweit.

Technische Daten

  • Kaliber: 7,65×21mm Parabellum (P06), 9×19mm (P06/29)
  • System: Kniehebelverschluss (Toggle-Lock)
  • Magazin: 8 Schuss (Kastenmagazin im Griff)
  • Lauflänge: 120mm (Standard), 150mm (Artillerie-Modell)
  • Gewicht: 870g (leer)
  • Gesamtlänge: 222mm

Besonderheiten

Der Kniehebelverschluss ist einzigartig in der Waffengeschichte — zwei Gelenkhebel knicken beim Rückstoss nach oben ab. Dieses System ermöglicht einen extrem flachen Griffwinkel von 55°, der ein natürliches Zielen erlaubt. Die Fertigungsqualität war aussergewöhnlich hoch, was die Waffe teuer aber zuverlässig machte. Schweizer P06 von W+F Bern gelten als die bestverarbeiteten aller Parabellum-Pistolen.

Varianten

  • P06 (1906): Kaliber 7,65mm, Schweizer Erstausführung
  • P06/29 (1929): Umstellung auf 9×19mm
  • Artillerie-Modell: Langer Lauf (200mm), Trommelmagazin optional

Sammlerwert

Schweizer P06 von W+F Bern: CHF 1'500–5'000+ je nach Zustand und Jahrgang. Seltene frühe Modelle deutlich mehr.

Rechtsstatus Schweiz

Ordonnanzwaffe — Erwerb nur für Schweizer Bürger oder Personen mit Niederlassungsbewilligung C.

Kommentare & Erfahrungen

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