Karabiner 31 — Schweizer Präzisionslegende
Der K31 war von 1933 bis ca. 1974 die Ordonnanzwaffe der Schweizer Armee und wurde in der Eidgenössischen Waffenfabrik Bern gefertigt. Er gilt bis heute als einer der präzisesten je in Serie gefertigten Karabiner und wird von Sammlern und Sportschützen gleichermassen geschätzt.
Technische Daten
- Kaliber: 7,5×55mm Swiss (GP11)
- System: Geradezugverschluss (Schweizer Eigenentwicklung)
- Magazin: 6 Schuss (abnehmbares Kastenmagazin)
- Lauflänge: 652mm
- Gesamtlänge: 1100mm
- Gewicht: 4,0 kg (leer)
- Visierlinie: Dioptervisier oder Kimmvisier
- Produziert: ca. 583'000 Stück (1933–1958)
Besonderheiten
Der Geradezugverschluss ist die zentrale Innovation: Nur gerade ziehen und stossen — keine Drehbewegung nötig. Das ermöglicht deutlich schnelleres Repetieren ohne Verschieben des Zielpunkts. Unter dem Schaftblech findet sich oft ein Truppzettel mit dem Namen des letzten Soldaten.
Varianten
- K31 Standard: Infanteriekarabiner mit Dioptervisier
- K31/42 (ZfK 31/42): Scharfschützenversion mit Zielfernrohr, sehr selten
- K31/43 (ZfK 31/43): Verbesserte Scharfschützenversion
Rechtsstatus Schweiz
Ordonnanzwaffe — Käufer muss Schweizer Bürger oder Niederlassungsbewilligung C besitzen. Gut erhaltene K31: CHF 300–800, Scharfschützenmodelle bis CHF 5000+.