Benelli M2 — Inertia-Rückstosslader der Spitzenklasse
Die Benelli M2 wurde 2004 als Weiterentwicklung der M1 vorgestellt und ist die beliebteste Selbstladeflinte für die Jagd in Europa. Das patentierte Inertia-System macht sie leichter und sauberer als gasdruckbetriebene Konkurrenten.
Geschichte
Das Inertia-Driven-System wurde 1967 vom italienischen Ingenieur Bruno Civolani erfunden und von Benelli seit 1969 eingesetzt. Die M1 Super 90 (1992) machte das System populär — die M2 (2004) verfeinerte es mit dem neuen ComforTech-Schaft und einer verbesserten Abzugsgruppe. Im Gegensatz zu Gasladern wie der Beretta A400 hat das Inertia-System keine Gasbohrung im Lauf, was Reinigung und Wartung vereinfacht. Benelli gehört seit 2000 zur Beretta-Gruppe.
Technische Daten
- Kaliber: 12/76 (auch 20/76)
- System: Rückstosslader mit Inertia-Driven-System (Masseträgheit)
- Magazin: 3+1 (Standard), erweiterbar
- Lauflänge: 610mm bis 762mm
- Gewicht: ab 2,9 kg (20 Gauge)
Besonderheiten
Das Inertia-Driven-System nutzt die Masseträgheit eines gefederten Verschlusskopfes — ohne Gaskanal und Gaskolben. Dadurch ist die M2 leichter, sauberer und wartungsärmer als Gaslader. Der ComforTech-Schaft absorbiert bis zu 48% des Rückstosses. Extrem zuverlässig bei Kälte und Nässe — kein Gas, das bei Kälte kondensiert.
Varianten
- M2 Field: Jagd-Standard
- M2 Comfortech: Mit Rückstossdämpfer-Schaft
- M2 Tactical: Kurzer Lauf, Ghost-Ring-Visier
- M2 Speed: Performance für Parcours
- M2 SP: Sporting-Version mit langem Lauf
Rechtsstatus Schweiz
Waffenerwerbsschein (WES) erforderlich.