Geschichte und Bedeutung
Die 9×19mm Parabellum wurde 1902 von Georg Luger für die Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken (DWM) entwickelt. Der Name "Parabellum" leitet sich vom lateinischen "Si vis pacem, para bellum" (Willst du Frieden, bereite den Krieg vor) ab. Sie ist heute das weltweit am meisten verbreitete Pistolenkaliber.
Technische Eigenschaften
- Geschossdurchmesser: 9,01 mm
- Hülsenlänge: 19,15 mm
- Patronenlänge: 29,69 mm
- Typische Geschossgewichte: 7,5 g (115 gr), 8,0 g (124 gr), 9,5 g (147 gr)
- Mündungsgeschwindigkeit: 350–400 m/s (je nach Laborierung)
- Mündungsenergie: 480–600 J
Verbreitung
Die 9×19mm ist die Standard-Dienstpatrone von NATO-Streitkräften, Polizei und Sicherheitskräften weltweit. In der Schweiz wird sie als Pistolenmunition der Armee (Pist Pat 41) und bei Polizeikorps verwendet.
Geschosstypen
- Vollmantel (FMJ): Standardlaborierung für Training und Militär
- Hohlspitz (JHP): Für Behörden und Selbstverteidigung
- Teilmantel (JSP): Kompromiss zwischen Durchschlag und Energieabgabe
- Frangible: Für Nahkampftraining, zerfällt beim Aufprall